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Gespräche | Kultur

Ein kreativer Blick auf Kopenhagen

4 Min. Lesezeit

Copenhagen Through the Eyes of Creatives

Ortsansässige Tastemaker zeigen OP ihre Stadt

In Kopenhagen prallen alte und neue Welten aufeinander. Mit seinem berühmten Hafen und den berüchtigten Grachten atmet diese Stadt Geschichte. Doch auch Innovation kommt nicht zu kurz: Die kreative Kunst- und Designszene wächst stetig. Das Zusammenspiel von Vergangenem und Modernem funktioniert, weil die Tastemaker in Kopenhagen genau wissen, wie man Gleichgewicht und Einfachheit in alle Aspekte des Lebens bringt. Ganz gleich, ob es um Stadtentwicklung, die Zeit, die man mit Freunden und Familie verbringt, oder allgemeine Gestaltungselemente geht – es ist jene Mischung aus stabiler Dichotomie, welche die Stadt prägt. Orte wie The Audo, ein hybrider Raum, der sich als Hotel, Restaurant, Café, Concept Store, Bibliothek und Zentrum für kreative Arbeit und Events präsentiert, zeigen, dass Synergie in Kopenhagen nicht nur ein leeres Wort ist. Für OP, eine Brand, die sich gleichsam von der Vergangenheit und modernem Design inspirieren lässt, ist diese Stadt ein Identifikationsort. Aus diesem Grund wollten wir uns Kopenhagen von seinen Kreativen zeigen lassen – und dabei ein paar echte Geheimtipps entdecken.

Danielle Siggerud, Architektin

Die Gregory Peck 1962 mit faltbarem Gestell im Zimmer Nr. 2 im The Audo.

Danielle Siggerud mit der Gregory Peck 1962 in Nordhavn, einem der neuen Stadtteile Kopenhagens.

Danielle Siggerud, eine in Kopenhagen ansässige Architektin mit einem Masterabschluss der Königlich Dänischen Kunstakademie, beschreibt, was die Gebäude und die urbane Entwicklung der Stadt so besonders macht. „Kopenhagen besitzt ein erstaunliches kulturelles Erbe. Wie für die meisten zeitgenössischen Architekten, findet auch für mich unsere Arbeit stets in der Gegenwart statt. Doch wir respektieren die Vergangenheit, während wir für die Zukunft bauen, indem wir die richtige Balance zwischen dem Erbe und dem Neuen schaffen.
Überdies ist die dänische Architektur dafür bekannt, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Der menschliche Aspekt der dänischen Architektur ist eng mit dem dänischen Architekten und Stadtplaner Jan Gehl verbunden, dem Autor des Klassikers aus den 1970er Jahren Leben zwischen Häusern. Seine Theorien hatten großen Einfluss auf die Entwicklung nachhaltiger urbaner Umgebungen auf der ganzen Welt und machen Kopenhagen und seinen Raum zwischen den Gebäuden bis heute einzigartig und erfolgreich.“

Ruben Hughes, Art Director

Ruben Hughes spaziert mit der Martineaux durch die Anlage von Schloss Amalienborg, der Stadtresidenz der dänischen Königin.

Der aus New York stammende Art Director Ruben Hughes, zu dessen Kunden berühmte dänische Unternehmen wie Bang & Olufsen und ILLUM zählen, erklärt uns, was für ihn das Beste daran ist, in Kopenhagen zuhause zu sein. „Mein Umzug hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich wohne in einer 300 Jahre alten Wohnung im Stadtzentrum und nur fünf Fußminuten vom Hafen entfernt – wo man das ganze Jahr über schwimmen kann. Ich liebe das! Die Work-Life-Balance hier erlaubt es mir, mich nach der Arbeit mit Freunden zu treffen und etwas zu unternehmen. Im Gegensatz zu dem, was man aus meiner Heimat hört, gibt es hier keinen Mangel an preisgekrönten Restaurants und Bäckereien. Mit dem Fahrrad bin ich schnell in Restaurants wie Noma und Amass und in Bäckereien wie der Hart Bargeri ... die Stadt ist unglaublich fahrradfreundlich.“

Joachim Kornbek Hansen, Art Director von Menu
Bjarne Hansen, Gründer von Menu und The Audo

Joachim Kornbek Hansen sitzt im Audo Café am Fenster. Er trägt die Forman-R.

Die Sonnenbrille Lewen und die Forman-R auf einem Menu Space Sofa im Zimmer Nr. 3 im The Audo Hotel.

Bjarne Hansen, Vater von Joachim und visionärer Gründer von The Audo und Menu, trägt auf dem Bild die Lynes.

Der äußerst einflussreiche Art Director von Menu Space, Joachim Kornbek Hansen, verrät uns, was die Designszene in Kopenhagen so einzigartig macht und wo er sich seine Inspirationen holt.
„Meiner Meinung nach haben uns die Geschichte, das Handwerk und die Wertschätzung der Materialien ein Vermächtnis hinterlassen, dem unsere Generation mit Erfolg wieder Relevanz und Aktualität verleiht.
Der Mix aus altem Erbe und jungen, experimentellen Tendenzen ergibt einen schönen Kontrast.“ Seine Inspirationsquelle liegt oftmals „in den Straßen von Frederiksberg. Ein sehr geschichtsträchtiger Ort, der ganz anders ist als das, was man sonst in Kopenhagen sieht. Es gibt einen Sinn für Kultur, Theater und vieles mehr.“

Yvonne Koné, Fashion Designer

Eine Aufnahme von Yvonne Koné durch das Fenster des Audo Café. Sie trägt die Allinger.

Die Weslie und die Allinger auf einem Metalltablett. Daneben ein Zimmerschlüssel des The Audo.

Die in Kopenhagen schaffende Modedesignerin Yvonne Koné wird für ihr gleichnamiges Handtaschen- und Schuhlabel sowohl vor Ort als auch in Übersee heiß verehrt. Sie erzählt uns, wohin sie in der Stadt geht, um den Kopf frei zu bekommen und neue kreative Impulse zu gewinnen. „Wenn ich eine kleine Runde drehen will, geht es immer nach Refshaleøen ... Das Wasser, der Raum, das gute Brot, der Kuchen und der kleine Kaffee nach einer Joggingeinheit geben mit Inspiration und neue Frische. Außerdem liebe ich seit ich denken kann die Farben im Thorvaldsens Museum, im Tegner-Museum, das sich etwa 40 Autominuten von Kopenhagen entfernt befindet, und ganz allgemein auch die unmittelbare Umgebung von meinem Zuhause: Wenn ich in der Morgenruhe zu meinem Stammladen laufe, kann ich meine Gedanken sammeln und Inspiration finden.“

Die Martineaux auf einer dänischen Vintage-Kommode im Hotel-Shop des The Audo.

FOTOS: Thibault De Schepper

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